Victoria macht den Einzug ins Champions-League Final Four perfekt
Der SKC Victoria Bamberg hat die Gunst der Stunde genutzt und steht verdientermaßen im Halbfinale der Ahlborn Champions-League. Nach dem deutlichen 7:1 Auswärtssieg in Podbrezova ließen die Gelb-Schwarzen am Samstag im Heimspiel gegen den SK Zeleziarne erneut ein 7:1 folgen und ließen nach kleinen Schwierigkeiten auf der Startbahn frühzeitig keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass sie diejenigen sind, die Ende März nach Bosnien fahren werden.
Der Spielbeginn erinnerte stark an das Hinspiel, in dem die Slowakinnen ebenfalls gut in die Partie starteten. Unter dem Druck das Spiel mit 8:0 gewinnen zu müssen legten sie auch im Bamberger Sportpark los wie die Feuerwehr. Ema Mazanikova gewann Satz 1 mit 148:133 gegen Luisa Ebert, Daniela Mocova ging durch ein 154:136 gegen Alena Bimber in Führung und Sarlota Sabova spielte direkt zu Beginn das beste Satzergebnis der Gäste an diesem Tag und ging durch ein 167:156 gegen Celine Zenker ebenfalls in Führung. Podbrezova zeigte direkt, dass sie nicht nur zum Gratulieren angereist sind, sondern versuchten, das nahezu Unmögliche möglich zu machen. Neben der dreimaligen Satzführung konnten die Slowakinnen bereits ein Plus von 44 Holz erspielen. Die Domstädterinnen wussten jedoch sofort zurückzuschlagen. Ebert spielte die Tagesbestbahn mit 182:128, Bimber gewann 153:140 und Zenker glich durch ein 146:140 ebenfalls zum 1:1 aus und damit war der Spieß schnell umgedreht. Auf der dritten Bahn fiel dann bereits die Vorentscheidung: Ebert ließ der 182er eine 171er Bahn folgen und konnte gegen Mazanikova (129) das Duell damit entscheiden. Durch das abschließende 152:120 gewann Ebert das Duell überdeutlich mit 3:1 SP (638:525 Kegel) und holte frühzeitig den benötigten Mannschaftspunkt zum Weiterkommen. Weil auch Zenker nach einem 137:142 auf Bahn drei durch ein 160:123 auf Bahn vier bei 2:2 SP (599:572 Kegel) ihr Duell gewann, war der Deckel bereits endgültig drauf und der Einzug ins Halbfinale der Champions-League perfekt. Bimber musste die Sätze drei (138:148) und vier (146:156) zum Abschluss an die beste Spielerin der Gäste Mocova abgeben und verlor das Duell mit 1:3 SP (573:598 Kegel).
Im zweiten Durchgang konnten dann alle Akteurinnen befreit aufspielen, da der Ausgang der Duelle keine nennenswerten Auswirkungen mehr haben sollte. Das gelang der Heimmannschaft offenbar deutlich besser als den Gästen, die von den zwölf Sätzen im zweiten Durchgang keinen einzigen mehr gewinnen konnten. Ute Vincon spielte sich gegen Kamila Vrbova förmlich in einen Rausch, spielte vier sehr gute Bahnen (168, 176, 166 und 147) und kam am Ende mit der Tagesbestleistung von 657 Kegel ins Ziel. Der deutliche 657:545 Sieg war gleichbedeutend mit neuer persönlicher Bestleistung für Vincon. Alina Dollheimer hatte mit dem Duo Nada Poliakova/Adriana Miklovicova ebenso wenig Probleme (170:124; 132:123; 155:137 und 140:132) und gewann 597:516 Kegel. Den Abschluss bildete das Duell Romy Joppert gegen Jana Poliakova, das mit 621:577 Kegel (146:133; 159:139; 149:145 und 167:160) ebenfalls deutlich an die Victorianerin ging.
Der SKC konnte nach dem über lange Zeit engen Hinspiel in der Slowakei Podbrezova auf der eigenen Bahn deutlich die Grenzen aufzeigen und gewann das Spiel bei 3685:3333 Kegel (7:1 MP und 18:6 SP) mit einem Vorsprung von 352! Holz. Die Domstädterinnen feiern damit nicht nur ungefährdet den Einzug ins Halbfinale, sondern spielten auch am vierten Spieltag der Champions League das vierte Mal den Partiehöchstwert aller teilnehmenden Mannschaften. Die Victoria kann dementsprechend voller Selbstvertrauen in das Halbfinale, das in Kürze ausgelost wird (Termin steht noch nicht genau fest), gehen.
Als mögliche Gegner in Bosnien stehen Mlaka Rijeka (Kroatien), Composites Neunkirchen (Österreich) und Tatabanyai SC (Ungarn) bereit. Rijeka gewann zweimal gegen Rakoshegyi (Ungarn) mit 7:1, Neunkirchen konnte sich nach dem 5:3 Hinspielsieg mit 6:2 bei ersatzgeschwächten Liedolsheimerinnen durchsetzen und Tatabanyai gewann nach dem 4:4 im Hinspiel das Herzschlagfinale in Wien. Obwohl der BBSV Wien in den Satzpunkten mit 13:11 die Oberhand behielt, mussten sie den Ungarinnen knapp mit 3:5 den Vortritt lassen.