Victoria Damen stoßen Tor zum Champions-League Halbfinale weit auf!

Im Hinspiel des Ahlborn-Champions-League Viertelfinales gastierten die Sportkeglerinnen des SKC Victoria am Samstag in Podbrezova. Nachdem am Freitag die weite Anreise in die Zentralslowakei, ab Bamberg ungefähr 10 Stunden, erfolgreich absolviert werden konnte, galt es ab Samstagmorgen, sich in eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu bringen. Die junge Heimmannschaft des SK Zeleziarne durfte dabei keinesfalls unterschätzt werden, da sie im Achtelfinale den Weltpokalvierten KK Kamnik zweimal mit 6:2 besiegen konnten.

 

Auch am Samstag begannen die Slowakinnen zunächst stark. Sowohl Ema Mazanikova, gegen Ute Vincon, als auch Kamila Vrbova, gegen Luisa Ebert, lagen nach den Vollen in Führung. Vincon konnte dank drei guten letzten Würfen im Abräumen den ersten Satz doch noch mit 157:154 gewinnen, Ebert verlor Satz eins mit 148:161. Nach der ersten Bahn lag man folglich zurück, schickte sich aber sogleich an, das Spiel zu drehen. Vincon konnte den zweiten Satz durch starke 61 Kegel im Abräumen mit zehn Holz Vorsprung gewinnen, Ebert drehte das Spiel mit sehr guten 158 Holz gegen ihre nachlassende Gegnerin (137 Holz) zu ihren Gunsten. Die dritte Bahn des ersten Durchgangs sollte dann ein Fingerzeig sein, in welche Richtung das Spiel laufen könnte. Vincon ging durch ein knappes 156:153 mit 3:0 in Führung und sicherte den ersten Mannschaftspunkt, Ebert ließ auf 88 Holz in die Vollen sensationelle 89!!! Kegel im Abräumen folgen und ging, durch die auch am Ende des Tages beste Einzelbahn, mit einem Kegelvorsprung von 48 Holz mit 2:1 in Satz vier. Im letzten Satz setzte Vincon mit 165 Holz noch einen drauf und konnte das Duell mit sehr starken 623:581 Holz mit 4:0 SP gewinnen. Ebert musste noch mal 18 Holz abgeben (134:152), gewann das Duell bei 2:2 SP aber auch souverän mit 617:587 Holz.

 

Mit einer beruhigenden 2:0 Führung und bereits 72! Holz Vorsprung betraten im Anschluss Celine Zenker und Corinna Kastner die Bahn. Zenker begann mit starken 166 Holz und sicherte sich souverän Bahn eins gegen Jana Poliakova (148 Holz), Kastner fing dank starken 58 Holz im Abräumen ihre Gegnerin Daniela Mocova doch noch ab und ging ebenfalls in Führung (143:138). Zenker konnte durch ein 153:147 direkt nachlegen, Mocova schlug gegen Kastner umgehend mit einer 170er Bahn (vs. 139 von Kastner) zurück. Auf der dritten Bahn verpasste Zenker die Entscheidung (150:157) und Poliakova konnte auf 1:2 SP verkürzen, Kastner spielte mit 168 Holz stark auf und ging ihrerseits mit 2:1 SP in Führung. Im letzten Satz konnte Zenker durch ein 156:149 den Sack zumachen und ihr Duell mit 3:1 SP (625:601 Holz) gewinnen. Beim Duell Mocova gegen Kastner war der letzte Satz entscheidend, da Kastner zwar nach Satzpunkten in Führung lag, in den Gesamtholz aber im Rückstand war. Mocova, die auf die Vollen gemeinsam mit Zenker mit 412 Holz Tagesbeste wurde, legte direkt 108 Holz vor, die Kastner (98 Holz) auch im Laufe des Abräumens nicht mehr egalisieren konnte, weshalb das sehr spannende Duell mit 621:597 Holz (2:2 SP) an die Slowakin ging.

 

Mit unverändertem Kegelvorsprung und einem 3:1 im Rücken spielten zum Abschluss Romy Joppert gegen Sarlota Sabova und Alena Bimber gegen Nada Poliakova. Joppert startete mit einem Rückstand von zwölf Kegel ins erste Abräumen, gewann dort aber dank starken 62 Holz den ersten Satz noch mit 157:152. Bimber geriet durch ein 134:143 zunächst mit 0:1 in Rückstand. Im zweiten Satz legte Joppert zum 2:0 nach (157:146) und Bimber konnte durch ein 143:137 zum 1:1 ausgleichen. Im vorletzten Satz der Partie spielten die Gelb-Schwarzen dann nochmal groß auf und machten einen riesengroßen Schritt Richtung Halbfinale. Joppert entschied ihr Duell mit einer 172er Bahn vorzeitig, Bimber zog mit 168 Holz nach, ging mit 2:1 SP in Führung und lag auch in den Gesamtholz mit 29 im Plus. In Satz vier machte Joppert mit einem 151:149 das 4:0 SP perfekt, spielte mit 637:601 das beste Gesamtergebnis des Spiels und auch Bimber konnte ihren letzten Satz mit 140:129 gewinnen und das Duell mit 3:1 SP (585:545 Holz) für sich entscheiden.

 

Damit gewinnt der SKC Victoria das Viertelfinalhinspiel beim SK Zeleziarne Podbrezova deutlich mit 7:1 MP bei 3684:3536 Kegel und 18:6 Sätze. Auf die Vollen konnten die Slowakinnen das Spiel noch offen gestalten (2347 zu 2338 für Bamberg), im Abräumen zogen die Domstädter ihrem Gegner jedoch den Zahn (1337 zu 1198 für Bamberg). Vor allem Joppert (244), Ebert (238) und Vincon (235) lieferten hier Weltklasse Resultate ab. Die Slowakinnen benötigen infolgedessen im Rückspiel am 14. Februar in Bamberg ein kleines Kegelwunder, um doch noch in die Runde der letzten vier einzuziehen. Für die Victorianerinnen müsste es hingegen schon mit dem Teufel zugehen, dass sie diesen Vorsprung bei der bekannten Heimstärke doch noch verspielen. 

 

In den anderen Viertelfinalbegegnungen fiel ein weiteres mal bereits eine Vorentscheidung, zwei Spiele hingegen versprechen für das Rückspiel absolute Hochspannung. Rijeka gewann in Budapest gegen Rakoshegyi mit 7:1 und dürfte sich den Halbfinaleinzug kaum mehr nehmen lassen. Neunkirchen geht durch einen knappen 5:3 Sieg zwar mit einem leichten Vorteil gegen Liedolsheim ins Rückspiel, beim heimstarken Weltpokalsieger könnte es am Ende aber sogar auf die Anzahl der gewonnenen Sätze (aktuell 14,5:9,5 pro Neunkirchen) ankommen. Im dritten Spiel zwischen Tatabanyai und Wien steht es nach dem Hinspiel 4:4, sodass für das Rückspiel ebenfalls noch alles offen ist.